Freundschaftsanfragen auf Facebook von Mandanten

Freundschaftsanfragen auf Facebook von Mandanten

Im Kollegenkreis kam heute die Frage auf, wie man als Anwalt eigentlich mit Freundschaftsanfragen auf Facebook von Mandanten umgehen sollte. “Nicht reagieren”, “wie Helmut Kohl: Aussitzen”, “keine Antwort schicken” waren dabei die häufigsten Empfehlungen. Das überrascht mich offen gesagt. Als Anwälte sind wir schließlich nicht auf den Mund gefallen. Mandanten sind keine unbekannten Dritten, die ohne jeden Anlass den (freundschaftlichen) Kontakt suchen – sondern unsere Kunden. Sie sind die Menschen, die unseren Lebensunterhalt finanzieren. Ein Anwalt, der eine Freundschaftsanfrage eines Mandanten nicht annehmen möchte, überanstrengt sich nun wirklich nicht, wenn er diese Anfrage mit einer höflichen Reaktion ablehnt. Das ist für mich eine Frage des Anstands und des Respekts.

Ich selbst nutze mein Facebook-Konto um mit Freunden, Kollegen und Familie in Kontakt zu bleiben.  Mein Facebook-Konto ist privat und mein Privatleben geht meine Mandanten nichts an. Ich bin aber durchaus in der Lage, dies bei Bedarf freundlich zu erklären – und bisher hat das auch noch jeder nachvollziehen können.

 

Freundschaftsanfragen auf Facebook von Mandanten was last modified: Oktober 2nd, 2019 by raschwartmann

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Rechtsanwalt Andreas Schwartmann, Köln

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