Rückkehr zum ß

Rückkehr zum ß

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Vielleicht fällt es ja dem ein oder anderen Leser auf: Ich kehre, nicht nur mit diesem Blog, ab sofort zur alten, bewährten Rechtschreibung zurück, wie sie vor der Reform 1996 gegolten hat.

Ich wurde 1974 eingeschult und habe gelernt, daß es einen Unterschied zwischen “daß” und “das” gibt und daß “Greueltaten” nichts mit der Farbe grau zu tun haben und sich “aufwendig” von Aufwendungen herleitet. Und daß man placiert mit “t” schreiben soll, finde ich ziemlich belemmert. Delphine mit “f” bereiten mir nur Kopfschmerzen.

Diese Wörter habe ich trotz jeglicher Reform stets so geschrieben, wie ich sie gelernt habe. Lediglich das “ß” habe auch ich eine Zeitlang durch “ss” ersetzt. Man will sich ja nicht ganz verweigern und allzu altmodisch erscheinen.

Nun lese ich derzeit die Helmut-Kohl-Biographie von Hans-Peter Schwarz. Dieses Buch erschien 2012 – und damit also 16 Jahre nach der ersten Rechtschreibreform. Schwarz verwendet konsequent und durchgehend die alte Rechtschreibung und dort findet sich kein “dass”, sondern “daß”. Das ist erfrischend zu lesen und überhaupt nicht altmodisch – und daher habe ich beschlossen, künftig ebenfalls wieder konsequent das “ß” nach kurzem Vokal zu verwenden. Das gefällt mir einfach besser.

Bleiben Sie mir trotzdem gewogen. 🙂

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