Rheinrecht - das Blog

Eine ehemalige Mandantin schuldet mir noch ungefähr 1.800 EUR. Die Zwangsvollstreckung läuft, in Bälde wird sie zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung vorgeladen werden.
Anfang letzter Woche schrieb sie mir ohne erkennbaren unmittelbaren Anlass:

Sehr geehrter Schwartmann,

bitte teilen sie mir noch ein mal ihre Bankverbindung mit, ich versuche Ihnen so gut wie ich kann den geschuldeten betrag anzuweisen, ich wollte sie nie täuschen oder gar verärgern.

Dann, wenige Minuten später:

Bankverbindung liegt mir vor, ich weise heute noch eine mior möglichen Betrag an.

Testfrage: Was hat Madame nun überwiesen?

🙂

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Die Oberjustizkasse Hamm hat mir heute auf Veranlassung des Amtsgerichts Köln € 924 überwiesen. Sehr schön. Nur leider kann ich die Zahlung überhaupt nicht zuordnen und das Aktenzeichen sagt mir nichts. Ein Anruf beim Amtsgericht bestätigt: Das Geld sollte an eine Kollegin mit ähnlichem Namen gehen. Da hat sich das Gericht leider vertan. Auf § 818 Abs. 3 BGB werde ich mich nun nicht mehr berufen können. Schade eigentlich.

Das Geld einfach zurücküberweisen geht natürlich auch nicht. Das mag die deutsche Finanzbürokratie überhaupt nicht. Stattdessen muss ich nun erst eine offizielle Aufforderung samt Kassenzeichen abwarten, damit meine Überweisung auch ordnungsgemäß verbucht werden kann. Es gibt Schlimmeres.

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